Archiv für Oktober, 2011

Der nächste Online Autorenkurs

Veröffentlicht: 24. Oktober 2011 in Allgemein

Der nächste Online-Autorenkurs beginnt im März. Wie immer ist die Teilnehmerzahl stark begrenzt; eine frühzeitige Anmeldung daher ratsam. Ausführliche Infos gern per Mail!

Ein Online-Schreibkurs – Wie funktioniert das?

Bei diesen Kursen erhalten Sie und die anderen Kursteilnehmer im zwei-Wochen-Rhythmus Unterrichtsmaterial und verschiedene Hausaufgaben von mir, die Sie Schritt um Schritt Ihrem Endziel näherbringen werden: Ihren ersten Roman zu schreiben!

Ihre Aufgaben werden von mir ausführlich besprochen und mit Verbesserungsvorschlägen versehen; überdies gibt es den bewährten Onlineaustausch mit anderen Kursteilnehmern.

Wie ist der Kurs aufgebaut?

Diese und weitere Infos maile ich Ihnen gern als unverbindlich als pdf zu. Natürlich gibt es die Möglichkeit eines Schnuppermonats!

Und was ist noch geplant?

Außerdem sind Intensivkurse zu den Themen „Krimi/Thrillerschreiben“ und „Historische Romane schreiben“ geplant.

Diesen Artikel habe ich für meine Onlineschüler „entdeckt“ und weise auch Euch gern einmal darauf hin. Mal nebenbei bemerkt: Auch ich gehöre zu denen, die „weiterin“ ihr Komma zwischen zwei Hauptsätze setzen, weil ich es einfach logischer finde. Auch wenn man es nicht mehr muss.

Den Ursprungsartikel findet Ihr HIER

1. Verbundene Hauptsätze

„Zwei mit „und“ oder „oder“ verbundene Hauptsätze werden durch Komma getrennt“: So lautete ein Satz im Deutschunterricht, der vielen noch in Erinnerung ist. Hier soll das Komma künftig grundsätzlich entfallen, wohl weil viele Schreiber es hier schon in der Vergangenheit vergessen haben. Will man hingegen die Gliederung deutlich machen, kann (!) man es nach der neuen Regel auch setzen. Aber: Welcher Schüler wird wohl die Last dieser Entscheidung auf sich nehmen?

Wer einmal etwas über Lesegewohnheiten und -techniken gelernt hat, weiß, daß dabei nicht Buchstaben zu Wörtern und diese zu Sätzen, also Sinngebilden zusammengefügt werden; vielmehr orientiert sich der geübte Leser an vertrauten Buchstabengruppen und Worterscheinungen, um eine möglichst große Lesegeschwindigkeit zu erzielen, und stutzt nur bei Unbekanntem. Fehlt das Komma, so werden die ersten Wörter nach der Konjunktion meist zunächst als Teil des ersten Satzes fehlinterpretiert: der Leser ist gezwungen, den Faden ein paar Wörter früher wieder aufzunehmen. Vergleichen Sie einmal:

  • „Wir essen nur morgens und abends   trinken wir ein Glas Bier.“
  • „Wir besuchen heute Onkel Georg und meine Eltern   kommen später.“

Merken Sie etwas? Sie stocken vermutlich an oder ab der sichtbaren Lücke im Satz. Man ordnet nämlich im ersten Beispiel das Zeitadverb („abends“) zunächst dem ersten Hauptsatz zu, und im zweiten Fall wird das Subjekt des zweiten Hauptsatzes („meine Eltern“) zunächst für das Objekt des ersten gehalten. Erst beim zweiten oder dritten Lesen der jeweiligen Zeile versteht man solche Sätze richtig. Daß manche Schreiber das Komma hier schon in der Vergangenheit vergessen haben, liegt nur daran, daß sie selbst (!) die Bedeutung der beiden verbundenen Sätze ja kennen, diese also auch beim Durchlesen auf Anhieb richtig verstehen. Wichtig ist aber weniger, daß der Schreiber seine eigenen Sätze versteht, sondern vielmehr, daß der Leser sie versteht! Warum man in solchen Fällen nun doch wieder ein Komma setzen darf und sollte, das ist einem Schüler eher schwieriger zu erklären als die alte Regel!

Schlimm wird’s, wenn durch fehlende Kommasetzung eine Bedeutungsänderung staatlich verordnet wird. Im folgenden Satz ist völlig unklar, ob der Rock nun gekauft wurde oder nicht (s. Rätselecke):

  • Sie kaufte nur den Pulli und den Rock und das Halstuch ließ sie liegen.

Meine Meinung: Doch lieber immer ein Komma. Immerhin darf man ja! 😉

Ohne Rechtschreibung geht natürlich gar nichts 😉 Aber da kann man leicht Abhilfe schaffen: Ein umfangreiches kostenloses Übungsprogramm befindet sich z.B. hier.
Viel Spaß beim Üben!